Mittwoch, 22. Mai 2013

5 Tipps für ein glutenfreies Studentenleben!

Nach zwei Jahren auf 17qm in einem Studentenwohnheim, habe ich ein paar Tipps für die glutenfreien Studenten unter Euch zusammengetragen. An der Uni fand ich es besonders schwer glutenfrei zu sein. Während sich alle in der Mensa über das Schnitzel hergefallen sind, gab es für mich entweder Salat mit Essig und Öl oder die Gemüsebeilage. Gegen Ende der Studienzeit hatte ich die Mensa satt und bin immer öfters nach Hause gelaufen (mein Zimmer war nur 800m von der Uni entfernt) und habe dort gekocht oder mir etwas mitgenommen. Nach ein paar Jahren glutenfreier Diät würde man meinen egal wo man ist, wird man sich schon glutenfrei arrangieren. Ja, im Prinzip ist dies auch so. Nur ist es so, dass man in einer kleinen Studentenküche auf ein paar Sachen verzichten muss.
Wie es ist glutenfrei in einer WG zu leben, kann ich nicht beurteilen. Aber ich glaube nach ein paar Wochen Einarbeitung, reichlich Erklärungsversuche und Markierungen der eigenen Lebensmittel ist es bestimmt machbar. Natürlich hilft es, wenn die Mitbewohner verständnisvoll sind und die Ernsthaftigkeit der Diät verstehen. Wer einen Ist-mir-doch-egal-die-paar-Krümmel-machen-doch-nichts Mitbewohner hat, der ständig sein glutenhaltiges Messer in dein glutenfreies Nutella oder Butter steckt, sollte sich eventuell einen eigenen Mini-Kühlrschrank/Vorratskiste in sein Zimmer stellen.  

1. glutenfrei in der MENSA 
Unterhaltet euch mit dem Mensa Chef oder jemandem der genau mitbekommt wie die Speisen zubereitet werden und ob diese glutenfrei sind. Viele Mensen hängen sogar täglich einen Zettel mit Allergiehinweise auf, falls Gluten noch nicht dabei ist, fragt ob es mitaufgenommen werden kann! 

2. KÜCHE 
Einen Gemeinschaftstoaster kann man dank der TostaBags mitverwenden. Beim Backofen ist es etwas komplizierter. Da es Studenten gibt die sich ausschließlich von TK Pizza ernähren, ist der Backofen wahrscheinlich mit reichlich Mehlrückstanden verseucht. Wer den Platz und die finanziellen Mittel aufbringen kann, sollte sich sicherheitshalber eine eigene Mikrowelle mit Backfunktion zulegen. Ich hatte keine Mikrowelle, nur einen Toaster, und habe es immer bereut, dass ich mir keine zugelegt habe. Damit kann nicht nur eine TK glutenfreie Pizza zubereitet werden, auch kalte Speisen lassen sich schneller als im Topf aufwärmen.

3. UMGEBUNG 
Erkundet die Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Bei mir gab es leider kein erwähnenswertes glutenfreies Restaurant in unmittelbarer Umgebung, außer dem Café Konditorei Spring, deren glutenfreie Kuchen ich sehr, sehr vermisse! Wo es was zu kaufen gibt, sollte natürlich auch abgecheckt werden. Reformhäuser? Supermärkte? Drogerien?  

4. EINKAUFEN 
eine glutenfreie Vorratskiste ist empfehlenswert.
Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe aufsuchen -> falls es kein Reformhaus gibt, legt euch evtl. ein Packstation Fach zu damit ihr glutenfreien Proviant übers Internet bestellen könnt. QUERFOOD glutenfrei leben liefert an Packstationen! In meinem Univiertel gab es leider kein Reformhaus, somit habe ich viel im Internet bestellt und die Produktvielfalt der Schär Produkte im DM entdeckt. Hier gibt es mittlerweile die meisten Basics aus deren Sortiment, was meine Rettung war. In meiner Vorratskiste waren immer Nudeln, glutenfreies Brot und jede Menge glutenfreie Süßigkeiten für die langen Lernnächte.  

5. REZEPTE 
Einfache Rezepte sammeln! Im Studentenwohnheim oder einer WG-Küche fällt es nicht jedem leicht seinen kulinarischen Horizont zu erweitern. Mein Tipp: legt euch für den Anfang 5 bis 8 Rezepte zu auf die Ihr immer zurückgreifen könnt. Meine Go-To Rezepte waren z.B Spaghetti Carbonara, Bratkartoffeln mit Rührei, Schinken-Käse-Toast, Toast Hawaii, Rindswurst mit Sauerkraut und  Salzartoffeln oder glutenfreie Fischstäbchen mit Spinat und Kartoffelpüree. Wechselschritt. Mehr dazu gibt es im Blogpost: glutenfrei auf 16qm im Studentenwohnheim.



5 Kommentare:

Gerrit hat gesagt…

Hallo,
Danke für diese guten Tipps!
Es ist wirklich schwer im (Uni-)Alltag gluten möglichst nicht zu begegnen. Ich hörte, dass besonders Tipp 3 und 5 gut funktionieren. So kann sich schnell eine großen Auswahl an Orten und Rezepten entwickeln. Somit kann man sich dann schnell etwas fertigmachen, dass man als Reserve oder Snack mitnehmen kann. Das ist zwar eine Sache der Organisation, kann aber im Endeffekt sehr helfen.

Jan Straube hat gesagt…

Leider ist gerade der erste Tip an meiner Uni auf taube Ohren gestossen. Habe mehrfach dem Studentenwerk geschrieben, und ausser "in unserer Küche wird halt Mehl verarbeitet" gabs keine Antwort. Aber vegan wird gekennzeichnet... Naja, schade, aber man findet doch so seine Möglichkeiten. Gute Tips!

Simon hat gesagt…

Danke für die Tipps!

Falls hier Studenten aus Karlsruhe mitlesen:
Ich habe vor einem Monat mit dem Chef des Studentenwerks in Karlsruhe gesprochen und er meinte, aktuell wird an einer Datenbank gearbeitet, die alle enthaltenen Allergene in den Gerichte kennzeichnet. Als Student soll man dann Mitte des Jahres einen persönlichen Zugang bekommen.

Die Currywurst und die Pommes der Curry Queen sind aktuell schon komplett glutenfrei, allerdings kann eine Kreuzkontamination nicht ausgeschlossen werden, daher wird es nicht als gf beworben (http://www.curryqueen.eu/de/stores.php).

Anonym hat gesagt…

Auch von mir ein Danke für die Tipps!!
Bin mal gespannt wie die in der Mensa auf meine Frage reagieren.

Kunterbunt hat gesagt…

Hallo,
ielen DANk für die Tipps! Ab Sepember geht für mich das Studenten-dasein los und ich hab vor nicht einmal einer Woche von meinem "Glück" der Gluten-Intoleranz erfahren. Meine Frage wäre nur, wieso die Toaster Bags? Ist es so schlimm, wenn man sein Toast oder Brot in einem von glutenbeinhaltenem Toast benutzen Toaster toastet? Oder gibt es auch Gluten Allergien?
Kann mich jemand aufkrlären? Das wäre lieb!
Ich hoffe es ist keine alzu unangebrachte Frage.. von einem Gluten-frei-Neuling.. ;)

Vielen Dank, für das Gehör!
Kunterbunt.

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