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Dienstag, 21. März 2017

glutenfrei Essen in der Schwarzwaldstube


Die "Chef's Table" Doku auf Netflix hat mich so sehr verzaubert, dass es mich dazu inspiriert hat mich vorsichtig an die Sterneküche soweit es geht glutenfrei heranzutrauen. Gefällt mir das? Verstehe ich das überhaupt? Kann ich die hochwertigen Zutaten und die mühsame Vorbereitung wirklich schätzen, genießen und mich in 20 Jahren noch daran erinnern? Ich vermute ja und probiere ein damals 1 Sterne Restaurant in Mannheim, Opus V. Seit 2017 hat es 2 Sterne. Das Essen war wunderschön und gleichzeitig ein Erlebnis. Es hat mich verzaubert und ich wollte es wieder und wieder erleben. Im November 2016 hab ich genau das in der weltberühmten Schwarzwaldstube getan.

Damals habe ich mich nicht getraut mein Handy rauszuholen um von dem wunderschönen Essen Bilder zu machen. Das bereue ich heute sehr aber damals war ich absolut von der "Sternerestaurant Atmosphere" eingeschüchtert, wollte respektvoll gegenüber den anderen Gästen sein (wovon keiner das Essen fotografiert hat) und auf gar keinen Fall gegen irgendeine Art von Etikette verstossen.

Anfang letzten Jahres waren wir dann für ein paar Tage in Südtirol Ski fahren wo uns jemand, zufällig aus der gleichen Region wie wir, von Harald Wohlfahrt und seinem 3-Sternerestuarant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach erzählt hat. Von den 5 Tagen hat uns der Kollege jeden Tag von dem Restaurant im kleinen Ort Baiersbronn erzählt. Also hab ich ein paar Wochen später nach dem Urlaub angerufen und eine Reservierung für 2 Personen (1x glutenfrei) angefragt. Die Plätze im Restaurant von Harald Wohlfahrt sind sehr begehrt. Die Wartezeit für einen Samstag beträgt zu dem Zeitpunkt 8 Monate.

Der Abend begann im Foyer der Schwarzwaldstube mit einem Gruß aus der Küche und einem Glas Champagner, wovon ich kein Foto gemacht habe. Ich musste mir erst ein klein bisschen Mut antrinken. ;-) Beim Servieren wurden wir darauf hingewiesen, dass mein Teller etwas anders aussieht weil er glutenfrei ist. 

Als wir kurz darauf zu unserem Tisch gebracht wurden bekamen wir erneut den Hinweis, dass die Küche auf ein glutenfreies Essen hingewiesen wurde. Ein paar Minuten später kam ein Brotkorb an den Tisch mit drei verschiedenen Sorten von resch & frisch die ich schon öfters in der Gastronomie gefunden habe und sehr, sehr gerne essen.

Sicher ist es etwas schade, dass das glutenfreie Brot nicht selbstgebacken war. Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich meine mitbekommen zu haben, dass das "normale" Brot auch nicht im Haus gebacken wurde sondern von einer lokalen Bäckerei. ist Hin oder her, ich bin ja auch nicht dort um Brot zu essen sondern außergewöhnliche Küche zu genießen. Dinge zu essen die ich sonst nie essen würde wie Kaninchen oder Pastete.

Ich entschied mich für das kleine Degustationsmenü weil es trotz der kleinen Portionen täuscht und mir persönlich mehr als genügt.  

Außergewöhnlich einfache Gerichte mit Hingabe zum Detail zubereitet. Es war eines der besten Menüs die ich je gegessen habe und somit hat sich das Warten von knapp einem 3/4 Jahr durchaus gelohnt.



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